Anthropologie und `ästhetische Erziehung´in Schillers historischen Dramen Die Jungfrau von Orleans und Wilhelm Tell

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Durch das Studium der Ästhetik Schillers in der Briefen Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) werden Grundbegriffe erläutert, die in seinen späteren Dramen entwickelt werden. Untersucht werden hier die historischen Dramen Die Jungfrau von Orleans (1801) und Wilhelm Tell (1804), in denen die zwei Hauptfiguren Träger der ästhetischen Ideen Schillers sind. Es geht dabei nicht nur um eine konkrete ästhetische Erziehung des Menschen als Individuum, für die die Anthropologie Schillers, konkret seine Triebtheorie, kurz behandelt wird, sondern um ihre Überführung ins Allgemeine, d.h. um die Bildung einer ästhetischen Gemeinschaft, die in den Briefen als den „ästhetischen Zustand“ oder als die Utopie des „ästhetischen Staats“ charakterisiert wird. Diese allgemeine ästhetische Erziehung wird in Die Jungfrau von Orleans auf dem Hintergrund der Frömmingkeit und der Religion, und Wilhelm Tell auf dem Hintergrund der Natur dargestellt. Johanna verbindet die Idee der Religion mit der der Freiheit und verwirklicht mit ihrer triebhaften, ‚romantischen‘ Handlung das Ideal einer freien Gesellschaft. Wilhelm seinerseits repräsentiert das perfekte Binom Individuum-Natur, worduch ein utopischer, ästhetischer Staat in einer idealen Schweiz gegründet werden kann

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Traballo Fin de Grao en Linguas e Literaturas Modernas (Alemán). Curso 2018-2019

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