Home dispossession: the uneven geography of evictions in Palma (Majorca)
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Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin
Abstract
Affordable housing, either owner-occupied or rented, is regarded as a key element of social reproduction. However, processes of housing commodification and financialization have increasingly resulted in precariatization of the population and the loss of the right to housing. In the Spanish case, neoliberal policies geared to the revalorization of built environments had caused a housing bubble of historical magnitude. Since it burst, a large number of households have been dispossessed of housing, clearly reflected in the avalanche of foreclosures and evictions that hit Spanish cities as the crisis unfolded. This paper focuses on the urban area of Palma (Majorca) by analyzing the foreclosures exerted on homeowners and the evictions of tenants who, from the start of the crisis of 2008, have not been able to afford their mortgage payments or rents. These evictions and foreclosures are correlated with the social status of the urban areas affected. The results show that the increase of evictions and foreclosures has emerged unevenly around the city. While tenant evictions have affected all types of urban areas, foreclosures have become much more evident in urban areas of low social status.
Bezahlbarer Wohnraum, als Eigentum genutzt oder gemietet, gilt als ein Schlüsselfaktor für die soziale Repro-duktion. Indem jedoch das Gut „Wohnung“ immer mehr zur Ware und zum Objekt der Finanzanlage wurde, gestaltete sich die Situation der Wohnbevölkerung zunehmend prekär und Menschen verloren das Recht auf Wohnraum. Im Falle Spaniens löste eine neoliberale Politik, die darauf ausgerichtet war, Wertschöpfung durch Bautätigkeit zu schaffen, einen Bauboom historischen Ausmaßes aus. Seit dessen Zusammenbruch hat eine gro-ße Zahl von Haushalten ihren Wohnraum verloren, was sich vor allem an der Lawine der Kündigungen und Zwangsräumungen zeigt, die die Städte Spaniens überrollte, als sich die Krise entfaltete. Der vorliegende Beitrag untersucht die Zwangsräumungen, die in Palma de Mallorca gegenüber Hausbesitzern und Mietern ausgeübt worden sind, die nach dem Beginn der Krise im Jahr 2008 ihre Immobilienkredite bzw. ihre Mieten nicht mehr bezahlen konnten. Die räumliche Verteilung der Kündigungen und Zwangsräumungen in der Stadt korreliert da-bei mit dem sozialen Status der jeweils betroffenen städtischen Teilgebiete. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Zunahme der Kündigungen und Zwangsräumungen ungleich über die Stadt verteilt. Während die Kündigungen von Mietern alle Typen städtischer Gebiete betreffen, zeigen sich die Zwangsräumungen von Wohneigentümern deutlicher in städtischen Gebieten mit niedrigem sozialem Status.
Bezahlbarer Wohnraum, als Eigentum genutzt oder gemietet, gilt als ein Schlüsselfaktor für die soziale Repro-duktion. Indem jedoch das Gut „Wohnung“ immer mehr zur Ware und zum Objekt der Finanzanlage wurde, gestaltete sich die Situation der Wohnbevölkerung zunehmend prekär und Menschen verloren das Recht auf Wohnraum. Im Falle Spaniens löste eine neoliberale Politik, die darauf ausgerichtet war, Wertschöpfung durch Bautätigkeit zu schaffen, einen Bauboom historischen Ausmaßes aus. Seit dessen Zusammenbruch hat eine gro-ße Zahl von Haushalten ihren Wohnraum verloren, was sich vor allem an der Lawine der Kündigungen und Zwangsräumungen zeigt, die die Städte Spaniens überrollte, als sich die Krise entfaltete. Der vorliegende Beitrag untersucht die Zwangsräumungen, die in Palma de Mallorca gegenüber Hausbesitzern und Mietern ausgeübt worden sind, die nach dem Beginn der Krise im Jahr 2008 ihre Immobilienkredite bzw. ihre Mieten nicht mehr bezahlen konnten. Die räumliche Verteilung der Kündigungen und Zwangsräumungen in der Stadt korreliert da-bei mit dem sozialen Status der jeweils betroffenen städtischen Teilgebiete. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Zunahme der Kündigungen und Zwangsräumungen ungleich über die Stadt verteilt. Während die Kündigungen von Mietern alle Typen städtischer Gebiete betreffen, zeigen sich die Zwangsräumungen von Wohneigentümern deutlicher in städtischen Gebieten mit niedrigem sozialem Status.
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Vives-Miró, S., González-Pérez, J. M., & Rullan, O. (2015). Home dispossession: the uneven geography of evictions in Palma (Majorca). DIE ERDE – Journal of the Geographical Society of Berlin, 146(2-3), 113-126. https://doi.org/10.12854/erde-146-10
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This research is funded by the research projects of the Spanish National Plan for R+D+I titled Geografías de la crisis: análisis de los territorios urbano-turísticos de las Islas Baleares, Costa del Sol y principales destinos turísticos del Caribe y Centroamérica [Geographies of the crisis: an analysis of the urban-tourist spaces of the Balearic Islands, Costa del Sol and the most important tourist destinations of the Caribbean and Central America] (CSO2012-30840); Red para el estudio de las ciudades europeas postcrisis [Network for the study of European post-crisis cities] (EUIN2013-51088); and Los retos del sistema metropolitano español ante la estrategia europea 2020 en un contexto de crisis. La consolidación de un observatorio urbano y metropolitano [The challenges of the Spanish metropolitan system in view of the 2020 Euro-pean strategy in the context of crisis. The consolidation of an urban and metropolitan observatory] (CSO2013-47833-C4-1-R); all funded by the Spanish Ministry of Economy and Competitiveness
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